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Bistum Dresden Meissen
In der Gedenkstätte am Münchener Platz. © privat
20. Februar 2026

Kreuzweg der Dresdner Pfarrei „Selige Märtyrer“ an der Gedenkstätte Münchner Platz

am Sonntag, 8. März 2026

Dresden. Am Sonntag, 8. März 2026, betet die Pfarrei „Selige Märtyrer vom Münchner Platz“ gemeinsam mit den Dresdner Stadtgemeinden den Kreuzweg an der ehemaligen Hinrichtungsstätte am Münchener Platz in Dresden. Beginn ist um 14:00 Uhr in der St. Paulus-Kirche in Dresden-Plauen (Bernhardstr. 42).

Von hier aus gehen die Betenden gemeinsam den Weg, den Pater Franz Bänsch OMI von der Kirche zur Gedenkstätte ging, wenn er Gefangene auf ihrem Weg zur Hinrichtung begleiten musste. An verschiedenen Stationen unterwegs wird innegehalten. Dann werden Abschnitte aus Briefen der Seligen vom Münchner Platz oder Erinnerungen von Pater Bänsch verlesen und in Bezug auf die jeweilige Station des Kreuzweges Jesu Christi gesetzt. "Den erschütternden Eindrücken, den diese Zusammenschau an dem historischen Ort des Geschehens auslöst, kann man sich nur schwer entziehen", berichtet ein Teilnehmer.

In der Richtstätte am Münchner Platz in Dresden wurden in der Zeit des Nationalsozialismus über 1.300 Menschen hingerichtet, von denen sieben durch die Kirche als Märtyrer und Glaubenszeugen seliggesprochen wurden. Die Seligen Märtyrer Czeslaw Jozwiak, Edward Kazmiersky, Edward Klinik, Franciszek Kesy, und Jarogniew Wojciechowski – auch genannt „die Fünf“ – welche zum Oratorium der Salesianer in Posen gehörten, wurden am 24. August 1942 hingerichtet. Der selige Ordensbruder der Steyler Missionare Gregorius Boleslaw Frackowiak SVD erlitt am 5. Mai 1943 sowie am 6. Dezember 1944 der selige Joël Anglès d´ Auriac, welcher zu den Pfadfindern der Maristen gehörte, das Martyrium.

Clemens Haffner

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