Bischof Timmerevers beauftragte fünf Personen
für den Dienst Geistliche Begleitung
Im Rahmen eines Gottesdienstes am 1. Juni 2026 beauftragte Bischof Timmerevers drei Frauen und zwei Männer im Auftrag des Bistums zur geistlichen Begleitung für Menschen, die dies für sich wünschen. Die Beauftragung gilt zunächst für drei Jahre.
In einer zweijährigen Ausbildung haben sich auf diesen Dienst vorbereitet: Christine Kullmann, Stephanie Hoffmann, Simone Wenzler, Diakon Volker Babucke und Pater Lucas Wieshuber OP.
In seiner Ansprache betonte Bischof Timmerevers, dass geistliche Begleitung ein besonderes Geschehen ist. Im gemeinsamen Hinhören soll ein Raum eröffnet werden, in dem Menschen, die diesen Dienst in Anspruch nehmen, ihre persönliche Beziehung zu Gott, zu Jesus Christus aufnehmen und vertiefen können. Dabei ist in der geistlichen Begleitung entscheidend, dass diese Personen ihren eigenen Weg finden und Vertrauen entwickeln, dass Gottes Geist in ihnen und ihrem Leben schon wirkt.
Nach einer berührenden Feier kam bei einem anschließenden Stehempfang auch die Freude über diesen Dienst nicht zu kurz. Er hat einen wichtigen Stellenwert in der pastoralen Arbeit unseres Bistums, was auch durch das Leitungsteam der Hauptabteilung Pastoral, vertreten durch Claudia Leide, zum Ausdruck gebracht wurde. Mit der Würdigung der neu Beauftragten zur geistlichen Begleitung von Menschen in unserem Bistum verband sich auch der Dank an die Verantwortliche für die gesamte Ausbildungsleitung, Sr. Petra-Maria-Brugger, Referentin für Spiritualität und Kirchenentwicklung und Fachdienst Geistliche Begleitung und Exerzitienarbeit.
Ein Text in Anlehnung an ein Zitat von Franz Kafka bringt Anliegen und Vorgehen in der geistlichen Begleitung gut auf den Punkt:
„Es ist sehr gut denkbar, dass die Herrlichkeit des Lebens um jeden und immer in ihrer ganzen Fülle bereit liegt, aber verhängt, in der Tiefe, unsichtbar, sehr weit. Aber sie liegt dort, nicht feindselig, nicht widerwillig, nicht taub. Ruft man sie mit dem richtigen Wort, beim richtigen Namen, dann kommt sie. Das ist das Wesen von Begleitung, sie schafft nicht, sondern sie ermöglicht es, den Ruf zu hören.“ (Tagebücher, 18.10.1921)