Ein leuchtendes Zeichen für "Brückenschläge"
Einladung zum "Lichterschwimmen" am 18. Mai

Ostritz, 08.05.2018: Schon zum dritten Mal wird in diesem Jahr am Freitag, 18. Mai, auf der Neiße beim Kloster St. Marienthal zu Ehren des heiligen Johannes Nepomuk das „Lichterschwimmen“ veranstaltet.
Interessierte treffen sich um 19.30 Uhr im Foyer der Propstei des Klosters St. Marienthal. Den Anfang bildet eine einfache gemeinsame Mahlzeit. Alle Teilnehmer sind gebeten, dazu etwas beizutragen – was sich möglichst auch gut teilen lässt. Anschließend basteln alle, die ein Licht schwimmen lassen wollen, nach einer einfachen Vorlage ein kleines Boot. Es folgt um 20 Uhr eine Andacht an der Nepomuk-Statue im Klosterhof. Einen Kilometer weit führt danach der bequeme Weg ins Neißetal, wo die Schiffchen der Neiße anvertraut werden und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sie dann am Ufer auf ihrer Fahrt begleiten.
Johannes Nepomuk wurde am 20. März 1393 von der Prager Karlsbrücke in die Moldau gestürzt und ertränkt. Hintergrund waren kirchenpolitische Auseinandersetzungen zwischen König Wenzel IV. und dem Erzbischof von Prag, dessen engster Mitarbeiter Johannes war. Später wurde überliefert, er habe sterben müssen, weil er das Beichtgeheimnis gegenüber dem König kompromisslos bewahrt habe. Die Legende berichtet, dass an der Stelle, wo Nepomuks Leichnam auf dem Grund des Flusses zu liegen kam, Lichter auf dem Wasser geleuchtet hätten. Deswegen umgibt einerseits auf den meisten Darstellungen ein Strahlenkranz von fünf Sternen den Kopf des Heiligen. Andererseits inspirierte dieses Leuchten zum „Lichterschwimmen“; kleine Boote mit Lichtern an Bord werden auf einem Fluss ausgesetzt.
Das Fest des heiligen Johannes Nepomuk feiert die katholische Kirche am 16. Mai. Er ist auch als „Brückenheiliger“ bekannt. Wem „Brückenschläge“ zu anderen Menschen, Völkern, Religionen und Kulturen am Herzen liegen, der kann mit seiner Teilnahme am „Lichterschwimmen“ dafür ein leuchtendes Zeichen setzen.
Kontakt:
Katholisches Pfarramt Ostritz
Stephan Kupka, Gemeindereferent
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