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Bistum Dresden Meissen
Festveranstaltung zum 40-jährigen Jubiläum der Ökumenischen Telefonseelsorge Dresden. © Diakonie Dresden
01. April 2026

40 Jahre Ökumenische Telefonseelsorge Dresden

Rückblick auf die Festveranstaltung am 27. März mit Empfang und Festvortrag

Dresden. Am Freitag, den 27. März 2026, feierte die Ökumenische Telefonseelsorge Dresden ihr 40-jähriges Bestehen mit einer festlichen Veranstaltung im Haus der Kathedrale in Dresden. Der Abend begann mit einem Empfang und abendlichen Imbiss. In dieser offenen und herzlichen Atmosphäre kamen Ehrengäste, langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie Unterstützerinnen und Unterstützer miteinander ins Gespräch. Es bot sich eine wertvolle Gelegenheit, auf vier Jahrzehnte engagierter Arbeit zurückzublicken, Dank auszusprechen und persönliche Begegnungen zu ermöglichen. 

Den inhaltlichen Höhepunkt bildete der Festvortrag der renommierten Theologin, Philosophin und Autorin Melanie Wolfers. Unter dem Titel „Nimm der Ohnmacht ihre Macht. Die Kraft der Zuversicht entdecken“ gestaltete sie einen ebenso perspektivreichen wie ermutigenden Vortrag, der das Publikum spürbar bewegte. Das Interesse daran war so groß, dass der Saal bereits im Vorfeld ausgebucht war. In Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen widmete sich dieser Teil des Abends der zentralen Frage, wie Menschen mit Erfahrungen von Ohnmacht umgehen können und dennoch handlungsfähig bleiben. Ein prägnanter Bezugspunkt war das Zitat der Theologin Dorothee Sölle: „Da kann man nichts machen, ist der gottloseste aller Sätze.“ Von hier aus entwickelte Melanie Wolfers eindrucksvolle Impulse zur (Wieder-)Entdeckung eigener Kraftressourcen.

Vortrag ermutigt: Handlungsspielraum nutzen

Sie ermutigte dazu, individuelle und gemeinschaftliche Handlungsspielräume wahrzunehmen, die „Kraft des Wir“ zu stärken und mutig Schritte zu gehen – sowohl im persönlichen Alltag als auch im gesellschaftlichen Kontext. Ihre Worte luden dazu ein, Ohnmacht nicht als Endpunkt, sondern als Ausgangspunkt für Veränderung zu begreifen. Die große Nachfrage führte dazu, dass zusätzliche Stühle im Saal aufgestellt werden mussten – ein sichtbares Zeichen für das große Interesse und die Relevanz des Themas.

Der Abend verband in gelungener Weise Rückblick und Ausblick, Dankbarkeit und Inspiration. Zugleich wurde deutlich, wie unverzichtbar die Arbeit der Ökumenischen Telefonseelsorge Dresden auch nach 40 Jahren bleibt: als verlässlicher Ansprechpartner für Menschen in schwierigen Lebenssituationen und als Ort des Zuhörens, Verstehens und Mitgehens.

Das Beratungsabgebot der TelefonSeelsorge Dresden

Die Ökumenische TelefonSeelsorge Dresden bietet rund um die Uhr Beratung und Seelsorge via Chat und Telefon an. Das niederschwellige Angebot ist vertraulich, anonym und richtet sich an alle Menschen, unabhängig von Weltanschauung, Lebensform, Alter und Nationalität. Die Ökumenische TelefonSeelsorge Dresden versteht sich als ein Ausdruck der seelsorgerischen Verantwortung der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens sowie des Bistums Dresden-Meißen für Menschen in besonderen Lebenslagen und akuten Krisensituationen. Sie befindet sich in Trägerschaft der Diakonie Dresden. An der Gestaltung des Dienstes der TelefonSeelsorge Dresden wirken in ökumenischer Gemeinschaft Träger, Ehrenamtliche sowie Hauptamtliche zusammen und bieten ein niederschwelliges Gesprächs- und Beratungsangebot. Das Angebot der TelefonSeelsorge besteht aus Zuhören und Klären, Ermutigen und Mittragen sowie der Unterstützung bei Entscheidungsfindungen. Außerdem wird auf spezielle Hilfeangebote hingewiesen. 

MB 

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