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Bistum Dresden Meissen
Kloster Wechselburg.
19. März 2026

Mut zum Aufbruch

Rückblick auf die Wechselburger Jugendvesper am 13. März

Wechselburg. Am Freitag, 13. März 2026, kamen wieder viele junge Menschen zur Wechselburger Jugendvesper in der Basilika Wechselburg zusammen. Der Abend stand unter dem Thema „Abbrechen – Wenn Gott ruft“ und lud dazu ein, über Abschiede, Veränderungen und neue Wege im Leben nachzudenken.

Nach der gemeinsamen Vesper um 19.30 Uhr ging es bei Abendessen, Workshops und Gesprächen weiter. Es wurde miteinander gebetet, gesungen und gegessen. Vor allem aber war Zeit für Begegnung und Austausch. Die Jugendvesper wurde von der Katholischen Jugend Leipzig und Dresden vorbereitet und bot einen offenen Raum für Glauben und Gemeinschaft.

Besonders persönlich wurde es in den Worten der Ermutigung von Stefan Plattner. Er erzählte, wie ihn vor einigen Jahren ausgerechnet eine Zugpanne der Deutschen Bahn ungeplant nach Leipzig brachte. Was zuerst nur wie eine ärgerliche Reiseunterbrechung aussah, wurde später zu einem Wendepunkt in seinem Leben. Seine Geschichte verband er mit der biblischen Erzählung von Abram, der auf Gottes Ruf hin seine Heimat verließ und sich auf einen neuen, unbekannten Weg einließ. So wurde spürbar: Nicht alles im Leben lässt sich planen. Manchmal beginnt gerade dort etwas Neues, wo Sicherheiten wegbrechen.

Veränderungen als Chance zur Weiterentwicklung

Diese Erfahrung kennen viele junge Menschen aus ihrem eigenen Alltag: ein Schulwechsel, ein Umzug, das Ende einer Freundschaft oder der Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Die Jugendvesper machte Mut, solche Veränderungen nicht nur als Verlust zu sehen, sondern auch als Chance, sich weiterzuentwickeln und Neues zu entdecken.

In den anschließenden Workshops wurde das Thema auf ganz unterschiedliche Weise vertieft. Ein Workshop stellte die Lebenssituation junger und alter Menschen im Norden Albaniens vor und gab Einblicke in die Arbeit einer Missionsstation. Ein weiterer Workshop fragte nach Berufung und danach, was es bedeuten kann, Gottes Ruf im eigenen Leben zu hören. Andere Teilnehmende beschäftigten sich mit kreativer Gottesdienstgestaltung oder wurden beim Basteln kleiner Kressebeete selbst aktiv.

Viele junge Menschen nahmen neue Gedanken, gute Begegnungen und Ermutigung für ihren eigenen Weg mit nach Hause.