Neue liturgische Arbeitshilfe: Die Drei Österlichen Tage in Gemeinden ohne Priester feiern
Materialien für Gottesdienste und Bausteine für Tagzeitenliturgie und Andachten
Dresden/Magdeburg. Eine Arbeitsgruppe aus den Liturgiekommissionen der Bistümer Dresden-Meißen und Magdeburg hat eine neue liturgische Arbeitshilfe für die Feier der Drei Österlichen Tage (Gründonnerstag, Karfreitag, Osternacht/Ostersonntag) in Gemeinden ohne Priester erarbeitet. Damit wird eine bislang bestehende Lücke geschlossen: Während es für Wort-Gottes-Feiern und Stationsgottesdienste vielfältige Werkbücher gibt, fehlte bislang Vergleichbares für den Höhepunkt des Kirchenjahres.
Gerade in der mitteldeutschen Diaspora haben sich nach dem Zweiten Weltkrieg und besonders infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils neue Gottesdienstformen entwickelt. Wo die Eucharistiefeier nicht möglich war, versammelten sich Gemeinden unter Leitung eines vom Bischof beauftragten Leiters zu Stationsgottesdiensten, aus denen später Wort-Gottes-Feiern wurden.
Die hohe Bedeutung der Österlichen Tage für den Glauben
Die im Messbuch vorgesehenen Feiern der Drei Österlichen Tage sind anspruchsvoll und können kleinere Gemeinden überfordern. Wo immer es möglich ist, sollten die Gemeinden diese Tage deshalb in größerer Gemeinschaft feiern, damit die Feiern ihre Kraft entfalten und den Glauben nähren. Doch nicht überall ist das realistisch: Mitunter fehlt ein Priester, Wege zu gemeinsamen Feiern sind zu weit oder Kirchenräume zu klein. Der Wegfall dieses liturgischen Höhepunkts hat spürbare Folgen für das Leben der Gemeinden und den Glauben der Getauften.
Die neue Arbeitshilfe richtet sich an Gemeinden, die die Drei Österlichen Tage bereits ohne Priester feiern oder dies künftig tun müssen. Sie bietet Materialien für Gottesdienste unter Leitung eines Diakons, eines/einer Gottesdienstbeauftragten oder einer Gemeindereferentin bzw. eines Gemeindereferenten. Ergänzend enthält sie Bausteine für Tagzeitenliturgie und Andachten – auch für Gemeinden, die die Tage in der Vollform feiern können.
In ihrem Grußwort betonen Bischof Heinrich Timmerevers (Dresden-Meißen) und Bischof Dr. Gerhard Feige (Magdeburg) die Bedeutung der Drei Österlichen Tage für Glauben und Gemeinschaft. Zugleich danken sie allen, die in den Gemeinden das Pascha-Mysterium lebendig halten.
Dr. Stephan George / Dr. Samuel-Kim Schwope
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Die Publikation kann über die Pfarreien des Bistums Dresden-Meißen in der Hauptabteilung 3 des Bischöflichen Ordinariates Dresden bestellt und dort abgeholt werden:
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