Ökumenische Delegation aus Sachsen vertieft europäische Kontakte in Brüssel
Abschluss der Reise mit ökumenischem Gottesdienst in der Chapel for Europe
Brüssel. Mit weiteren Gesprächen auf europäischer Ebene und einem Gottesdienst geht am heutigen Freitag, 8. Mai, die gemeinsame Reise einer ökumenischen Delegation sächsischer Kirchenvertreterinnen und -vertreter mit Mitgliedern der Staatsregierung des Freistaats Sachsen und gesellschaftlichen Repräsentanten in Brüssel zu Ende. Vom 5. bis 8. Mai standen Begegnungen mit Mitgliedern europäischer Institutionen, kirchlicher Einrichtungen und politischer Entscheidungsträger im Mittelpunkt.
Die Reise setzte ein Zeichen für die Verbundenheit Sachsens mit Europa und knüpfte zugleich an das 30-jährige Bestehen der Staatskirchenverträge im Freistaat Sachsen an. Der Delegation gehörten unter anderem Bischof Heinrich Timmerevers, Hans-Peter Vollbach, Präsident des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamtes Sachsens, sowie die Sächsischen Staatsministerinnen Prof. Constanze Geiert und Regina Kraushaar an.
Am Donnerstag besuchte die Delegation zunächst die Europäische Kommission im Brüsseler Berlaymont-Gebäude. Im Gespräch mit Prof. Dr. Clemens Ladenburger, stellvertretender Generaldirektor des Juristischen Dienstes der Europäischen Kommission, standen die rechtlichen Grundlagen und aktuellen Herausforderungen europäischer Politik im Mittelpunkt. Anschließend tauschten sich die Teilnehmenden mit Lukas Gassner aus dem Team von EU-Kommissar Magnus Brunner über aktuelle politische Entwicklungen und europäische Zusammenarbeit aus.
Mittagssnack an der Pommesbude
Beim anschließenden Mittagsimbiss mit dem Europaabgeordneten Oliver Schenk wurde der informelle Austausch über die Rolle Sachsens in Europa fortgesetzt. Im Europäischen Parlament kamen Vertreterinnen und Vertreter der Delegation mit mehreren Mitgliedern des Europäischen Parlaments zusammen, darunter Anna Cavazzini und Oliver Schenk. Themen der Gespräche waren unter anderem Klimapolitik, europäische Handelsbeziehungen sowie die Bedeutung demokratischer und rechtsstaatlicher Grundwerte in Europa.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Austausch mit Ralph Kaessner aus dem Generalsekretariat des Rates der Europäischen Union zum Themenfeld Grundrechte, Grundwerte und Rechtsstaatlichkeit. Im Anschluss besuchte die Delegation das Brüsseler Büro der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Dort informierten Katrin Hatzinger und Friederike Ladenburger über kirchliches Arbeiten in Brüssel und die Interessenvertretung der Kirchen auf europäischer Ebene. Gespräche über die Arbeit von Caritas, Diakonie und europäische Förderprogramme rundeten das Tagesprogramm ab.
Chapel for Europe
Der Freitag begann mit einem Besuch der „Chapel for Europe“, einem ökumenischen Begegnungsort im europäischen Viertel Brüssels. Erzbischof Luc Terlinden und Jesuitenpater Bernd Günther empfingen die Delegation zu einem intensiven Austausch über die Rolle der Kirchen im europäischen Kontext und aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen. Dabei hatten die Delegationsmitglieder Gelegenheit, ihre Fragen an das „kirchliche Brüssel“ einzubringen.
Den Abschluss der Reise bildete ein ökumenischer Gottesdienst in der Chapel for Europe. Die Predigt hielt Oberlandeskirchenrätin Klatte. Mit einem gemeinsamen Reisesegen endete die viertägige Begegnungsreise, die die Verbindung zwischen Sachsen, den Kirchen und den europäischen Institutionen weiter vertieft hat.
Text: Michael Baudisch
Fotos: Dr. Daniela Pscheida-Überreiter
Mehr Informationen zur Reise:
- Sächsische Delegation wirbt in Brüssel für ein starkes und werteorientiertes Europa
- Eintreten für die Werte Europas