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Bistum Dresden Meissen
Blick auf Jerusalem. © Pixabay
25. März 2026

Unterstützung für die Christen im Heiligen Land erbeten

Diözesanvorsitzender des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande ruft zu Gebet und Spenden auf

Dresden/Jerusalem. Mit Blick auf die angespannte Lage der Christen im Heiligen Land wendet sich Matthias Demmich, Gemeindereferent in Leipzig und Diözesanvorsitzender des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande an die Gläubigen im Bistum Dresden-Meißen:

"Mit dem Palmsonntag treten wir miteinander ein in die Heilige Woche, in der wir die innersten Geheimnisse unseres Glaubens feiern. Die liturgischen und biblischen Texte nehmen uns besonders mit in die Orte der Heimat Jesu. Wer einmal im Heiligen Land war, der versteht, warum wir manchmal vom 'fünften Evangelium' sprechen. Durch den Iran-Krieg ist die kleine Schar von Christen im Heiligen Land nun erneut in extrem schwere Fahrwasser geraten.

Nach Pandemie, Gaza-Krieg und den andauernden innenpolitischen Spannungen der letzten Jahre droht nun erneut die Resignation und die Hoffnungslosigkeit übergroß zu werden. Gerade zu Ostern sind im 'Normalfall' die zahlreich anwesenden Pilger ein großes Zeichen der Hoffnung für die Christen vor Ort.

So kann beispielsweise die traditionelle Palmsonntagsprozession in Jerusalem in diesem Jahr nicht stattfinden. Abt Nikodemus Schnabel OSB von der Dormitio-Abtei sagte dazu: 'Wenn dieser Tag den Christen genommen wird, fehlt ein ganz wichtiger Tag, an dem man spürt: Wir sind doch so viele hier'.

Friedensgebet und Fürbitte an Palmsonntag

Am kommenden Samstag, den 28.03.2026 wird der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Kardinal Pizzaballa, in der Dormitio in Jerusalem ein besonderes Friedensgebet halten. Bischof Heinrich Timmerevers ruft dazu sich, den Christen im Heiligen Land im Gebet zu verbinden:

"Ich lade herzlich ein, an diesem Abend und an Palmsonntag für unsere Brüder und Schwestern und alle Menschen guten Willens im Heiligen Land und allen Kriegs- und Krisengebieten zu beten – ganz gleich ob allein zu Hause oder in Gemeindegruppen oder Gebetskreisen. WIr werden es in Dresdner Kathedrale bei der Vesper ebenfalls tun. Das Beten um den Frieden ist nie sinnlos und vergeblich!"

Hinweis zur Kollekte

In traditioneller Weise halten wir die Kollekte in den Gottesdiensten an Palmsonntag für die Christen im Heiligen Land. Die Kustodie der Franziskaner und der Deutsche Verein vom Heiligen Lande (DVHL) sorgen in ihren Schulen, Behinderten- und Altenpflegeheimen für viele Menschen – ganz gleich welcher Religion. So sind sie auch in diesen Zeiten Orte der Hoffnung. 

Regelmäßig ernten wir als 'kleines' Diasporabistum große Anerkennung dafür, dass wir in Deutschland zu den 'spendenfreudigsten' Diözesen zählen. Ich hoffe zuversichtlich, dass dies so bleibt.

Informieren Sie sich gern auf der Website des DVHL über unsere Arbeit, unsere Anliegen und die vielfältigen Möglichkeiten der Unterstützung und des Engagements. Herzlich lade ich ein und ermutige zu einer Mitgliedschaft, von der alle nur profitieren können – am meisten aber die Menschen im Heiligen Land, die unsere Hilfe und Solidarität mehr denn je dringend brauchen. Abt Nikodemus sagte kürtzlich sinngemäß: Wo Menschen nur Ende, Tod und Vernichtung sähen, setzt der österliche Glaube auf die Möglichkeit von Versöhnung und Neuanfang.

Übrigens, das Motto der Palmsonntagskollekte lautet: Hoffnung säen!"

Matthias Demmich
Gemeindereferent in Leipzig
Diözesanvorsitzender des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande

 

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