Dreifache Begegnung im Vatikan: Bischof Heinrich Timmerevers trifft Papst Leo XIV.
Dichtes Programm am 11. Februar in Rom
Rom. Gleich dreimal hatte Bischof Heinrich Timmerevers am Mittwoch, 11. Februar, die Gelegenheit zur persönlichen Begegnung mit Papst Leo XIV. im Vatikan – in einer Privataudienz, bei der Generalaudienz sowie bei einer Begegnung der Wallfahrtsgruppe sorbischer Druschki unseres Bistums Dresden-Meißen mit dem Heiligen Vater. Bischof Timmerevers begleitete die Wallfahrerinnen, die sich vom 8. bis 14. Februar auf den Weg in die Ewige Stadt gemacht hatten. Sechzig junge Sorbinnen im Alter ab 14 Jahren waren dabei gemeinsam mit vierzig Ankleidefrauen und mehreren Priestern unterwegs. Ziel der Pilgerreise war das Gebet an den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus, die Vertiefung des Glaubens im Zentrum der Weltkirche sowie die Teilnahme an der Generalaudienz mit dem Heiligen Vater.
Papst Leo: Beeindruckt von der Glaubenssituation im Osten Deutschlands
Zur Privataudienz hatte der Bischof von Dresden-Meißen dem Heiligen Vater eine „Bistumskarte“ mitgebracht, auf der die deutschen Diözesen und der prozentuale Anteil der Katholiken in den einzelnen Bistümern verzeichnet waren. Anhand der Karte erläuterte Bischof Timmerevers die Situation in seinem Bistum, in dem der katholische Bevölkerungsanteil bei 3,3 Prozent liegt. Zudem wies er darauf hin, dass rund 80 Prozent der Bevölkerung keiner Religionsgemeinschaft angehören. Diese Zahlen hätten den Papst beeindruckt, so der Bischof.
Zugleich schilderte er hoffnungsvolle Erlebnisse bei den Erwachsenentaufen und berichtete von der spürbaren Suche vieler junger Menschen – und auch älterer – nach Sinn und Orientierung. Gerade in einem weitgehend säkular geprägten Umfeld werde deutlich, wie groß das Bedürfnis nach Glauben, Halt und geistlicher Heimat sei. Auch dieses lebendige Glaubenszeugnis habe den Papst sichtlich bewegt.
Dank und Ermutigung aus Rom
Der Papst ließ alle Gläubigen des Bistums herzlich grüßen. Er dankte ausdrücklich für das Glaubenszeugnis der Christen vor Ort und erbat Gottes Segen: Die Gläubigen mögen froh und zuversichtlich bleiben und weiterhin Zeugnis für Christus geben.
Neben dem inhaltlichen Austausch zeigte sich Bischof Timmerevers auch beeindruckt von der körperlichen und geistigen Präsenz des Papstes. Von 8.30 Uhr bis 9.45 Uhr empfing er Personen in Privataudienzen von jeweils etwa 25 Minuten. Anschließend begrüßte er beim Betreten der Audienzhalle Hunderte von Menschen persönlich mit Handschlag. Es folgte die Generalaudienz, bei der nochmals mehr als 200 Personen individuell begrüßt wurden. Danach wandte sich der Papst einzelnen Gruppen zu, führte kurze Gespräche und nahm sich Zeit für Gruppenfotos – insgesamt bis 12.00 Uhr. „Eine stramme Leistung“, so das Fazit des Bischofs.
MB
In der Privataudienz habe sich der Papst als sehr konzentriert, aufmerksam und zugewandt gezeigt. Er hörte genau zu, fragte nach und begegnete seinem Gesprächspartner mit großer Sympathie. Für Bischof Timmerevers bleibt die dreifache Begegnung ein ermutigendes Zeichen der Verbundenheit mit der Weltkirche – und eine Stärkung für den weiteren Dienst im Bistum.