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Bistum Dresden Meissen
Freut sich auf die Diakonenweihe: Clemens Ulbricht. © Michael Baudisch
15. Juni 2026

Mit Menschen ins Gespräch über Gott und Glauben kommen

Diakonenweihe von Clemens Ulbricht (32) am 27. Juni in der Dresdner Kathedrale

Dresden. Am Sonnabend, 27. Juni 2026, empfängt Clemens Ulbricht durch Bischof Heinrich Timmerevers die Diakonenweihe. Die Weiheliturgie beginnt um 10.30 Uhr in der Dresdner Kathedrale. Bereits ab 10.15 Uhr gestaltet Kaplan Michael H. Kreher eine geistliche Einstimmung.

Clemens Ulbricht wurde am 16. Februar 1994 in Dresden geboren. Schon früh engagierte er sich vielfältig im Gemeindeleben in St. Petrus Dresden-Strehlen. Die Gemeinde ist heute Teil der Pfarrei Selige Märtyrer vom Münchner Platz. Als Jugendlicher war er im Ministrantendienst aktiv, später übernahm er als Oberministrant Verantwortung für die Leitung der Ministrantengruppe. Darüber hinaus wirkte er in der „Vor-Jugend“ von St. Petrus, in der Jugendgruppe, im Helferkreis sowie im Dekanatshelferkreis mit. Zeitweise gehörte er zudem dem Pfarreigemeinderat an und übernahm Küster- und Lektorendienste.

Nach dem Abitur begann Clemens Ulbricht zunächst ein Studium im Fach „Law in Context“ in Dresden. Während dieser Zeit engagierte er sich intensiv in der Katholischen Studierendengemeinde Thomas von Aquin, war dort unter anderem ein Semester lang deren Sprecher. Zudem versah er weiterhin Küsterdienste und wurde zum Kommunionhelfer beauftragt.

Entschluss für Theologiestudium

In dieser Zeit entschloss er sich für das Studium der katholischen Theologie im Priesterseminar Erfurt. Hier sowie in der Propsteipfarrei Leipzig absolviert er aktuell den Pastoralkurs und wird auch künftig seinen Dienst als Diakon ausüben.

Im Vorfeld seiner Weihe blickt Clemens Ulbricht dankbar auf seinen Glaubensweg zurück. Prägend seien für ihn insbesondere die religiöse Verwurzelung in der Familie, die aktive Ministrantenarbeit sowie Erfahrungen bei Weltjugendtagen und Ministrantenwallfahrten gewesen. „Das ist kein einmaliger Prozess, sondern geht immer weiter“, sagt er.

Auf die Frage nach seiner Berufung berichtet Ulbricht, dass er sich den Weg zum Priestertum zunächst nicht vorstellen konnte. Erst während seines Jurastudiums sei ihm bewusst geworden, dass ihn dieser Schritt nicht dauerhaft erfülle: „Das macht zwar Spaß, aber das erfüllt mich nicht, das möchte ich nicht mein ganzes Leben lang machen.“ Schließlich habe er sich deshalb für das Theologiestudium entschieden.

Sich rechtfertigen müssen: Eine Möglichkeit zum Gespräch

Die Entscheidung für den Priesterberuf führe immer wieder zu intensiven Gesprächen mit anderen Menschen. „Warum wollen Sie Priester werden?“, sei eine häufige Frage. Für ihn eine wertvolle Möglichkeit, mit Menschen über Glauben und Kirche ins Gespräch zu kommen.

Auch mit kritischen Fragen zur Kirche setzt sich der Weihekandidat bewusst auseinander: „Ich glaube, es ist ein ganz wichtiger Punkt, dass man sich nicht verschließt, sondern aktiv darüber spricht, was vielleicht nicht gut läuft in der Kirche, was sich verbessern muss.“

Die Diakonenweihe markiert einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Priesterweihe. Als Diakon wird Clemens Ulbricht künftig insbesondere im Dienst am Altar, in der Verkündigung sowie in der Seelsorge tätig sein.

Am Vorabend der Diakonenweihe, am Freitag, 26. Juni 2026, wird um 19.30 Uhr eine öffentliche Vesper mit Wort-Gottes-Verehrung zur Einstimmung auf die Weihe angeboten.

MB


Das Wesentliche nicht aus dem Blick verlieren