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Bistum Dresden Meissen
28.04.2026 | 19:30 Uhr
Haus der Kathedrale, Dresden

Eine spätantike Legende

Papst Silvester und die Christianisierung Roms

Im späteren 5. Jh. entsteht eine Legende, die eine erhebliche Lücke in der Geschichte der römischen Kirche ausfüllt: Sie erzählt über das Wirken des Bischofs Silvester. Interessant war dieser Bischof, weil sich sein Pontifikat mit Kaiser Konstantin und der ‚konstantinischen Wende‘ und damit auch der zunehmenden Christianisierung der Topographie Roms verbindet. Mangels ausreichender historischer Quellen wurden Geschichten erfunden, die Silvester als Hauptakteur der Christianisierung Roms im frühen 4. Jh. zeigen: Sie portraitieren ihn als überlegenen Gegner paganer Kulte und als engagierten Disputanten mit jüdischen Gelehrten. Nach einem Blick auf die Entstehung und frühe Überlieferung der Legende wird das umfangreiche literarische Streitgespräch Silvesters mit jüdischen Gelehrten literarisch und theologiegeschichtlich analysiert.

Der Referent

Prof. Dr. Matthias Simperl vertritt den Lehrstuhl für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg.

Hinweis

Die Veranstaltung der Katholische Akademie findet in Kooperation mit dem Institut für Katholische Theologie der TU Dresden, Fachbereich Kirchengeschichte statt. Eine Anmeldung dazu ist hier möglich. 

Haus der Kathedrale