Blick über den Tellerrand: Die Chrisam-Messe in Südrussland
Gebürtiger Sachse Bischof Clemens Pickel berichtet aus dem Bistum St. Clemens in Saratow/Südrussland
Saratow/Südrussland. Ein Blick über den eigenen Horizont hinaus lohnt sich – besonders dann, wenn er in die weltkirchliche Realität führt. Clemens Pickel, gebürtig aus Sachsen und heute Bischof in Südrussland, gibt in seinem Blog regelmäßig persönliche Einblicke in das kirchliche Leben seiner Diözese. Seine jüngsten Eindrücke von der Chrisam-Messe laden dazu ein, die Situation der Kirche in der Diaspora neu wahrzunehmen.
Auch in Saratow wurden kürzlich die heiligen Öle für das kommende Jahr geweiht. Rund 20 Priester aus dem nördlichen Teil des Bistums waren angereist – teils gemeinsam mit Gläubigen aus ihren Gemeinden und aus Entfernungen von bis zu 1.000 Kilometern. Eine solche festliche Liturgie ist in der weit verstreuten Diaspora auf einer Fläche von anderthalb Millionen Quadratkilometer keine Selbstverständlichkeit und umso wertvoller. Eine eindrückliche Erinnerung daran, unter welchen Bedingungen kirchliches Leben hier gelebt wird.
Nach dem Gottesdienst folgte ein kurzer Austausch unter den Priestern, bevor ein gemeinsames Mittagessen den Tag abrundete. Der Blog von Bischof Pickel eröffnet einen authentischen Einblick in den Alltag der Kirche in Russland und zeigt, wie lebendig Glaube auch unter herausfordernden Umständen gelebt wird. Die Lektüre lohnt sich als inspirierender Blick über den Tellerrand: