Chorprojekt Martin Luther King auf der Bühne in Chemnitz
Ein Musical als Bekenntnis zu Vielfalt und Glaube
Chemnitz. Mit einem breiten Lächeln blicken die Veranstalter auf das unvergessliche Musical zurück, das in Chemnitz in zwei Aufführungen am 29. März 2025 insgesamt über 8.000 Zuschauer begeisterte. Unter dem Motto „Ein Traum verändert die Welt“ wurde Martin Luther Kings Lebenswerk gefeiert – ein Ereignis, das weit mehr als reine Unterhaltung bot. Spätestens zur Zugabe, als alle mitklatschten und die Handytaschenlampen leuchteten, wurde deutlich: Hier ging es um Gemeinschaft, Glaube und das Überwinden von trennenden Grenzen.
Die minimalistische Bühnenwelt – wenige, flexibel einsetzbare Requisiten wie Rollkisten und drehbare, auf allen Seiten bedruckte Würfel – verlieh dem Stück einen dynamischen Look. Die Kostüme, in denen jeder Darsteller eine andere Farbe trug, symbolisierten die Vielfalt. Am Ende formierten sich die Figuren vor den Würfeln, die einen Regenbogen zeigten, und im Lied „I got shoes“ trugen alle weiße Schuhe – ein eindrucksvolles Symbol für Einheit in der Vielfalt.
Ein Traum verändert die Welt
Die Botschaft war unmissverständlich: Ein Traum kann die Welt verändern. Martin Luther Kings unermüdlicher Einsatz führte zur Aufhebung der Rassentrennung in den USA. Gleichzeitig zeigte das Musical, dass Gott jederzeit da ist, um Kraft, Antrieb, Wegweisung und Schutz zu schenken – im Stück symbolisiert durch die Heilige Geistin. Auch wurde deutlich, dass alle Menschen den gleichen Wert und die gleiche Würde haben – unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, Herkunft oder sozialem Stand. Gerade in einer Stadt wie Chemnitz, die in der Vergangenheit oft mit rechten Schlagzeilen in Verbindung gebracht wurde, und mitten im Europäischen Kulturhauptstadtjahr ist diese Botschaft von besonderer Bedeutung.
Charismatische Musicalsolisten, eine Liveband und die beiden Dirigenten aus der Region, Marko Koschwitz aus Chemnitz und Lukas Petschowsky aus Annaberg-Buchholz, begeisterten das Publikum. Der heimliche Star war jedoch der Massenchor – insgesamt rund 1.500 engagierte Choristen, die seit letztem Jahr intensiv probten und einen beeindruckenden Klangteppich erzeugten. Viele hatten Freunde und Familie im Publikum, sodass eine gemeinschaftliche und berührende Stimmung entstand. Viele Sänger berichteten von der besonderen Stimmung:„Martin Luther King ist ein Vorbild. Das Stück ist so berührend, dass es manchmal schwierig ist, weiter zu singen, weil man einen Kloß im Hals hat. Ich hoffe, dass wir viele Menschen mit dieser Botschaft erreichen können“, so Gebhard. Nicole betonte: „Die Atmosphäre ist sehr bewegend. Martin Luther Kings Mut aus dem Glauben heraus ist beeindruckend und nachahmenswert für mich.“