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Bistum Dresden Meissen
Unmittelbar vor dem Aufhängen des Fastentuches ist das Altarbild der Kathedrale noch zu sehen. © Dompfarrer Norbert Büchner
17. Februar 2026

Fastentuch "Collective Heart" der slowenischen Künstlerin Eva Petrič in der Dresdner Kathedrale

ab Aschermittwoch bis 3. April

Dresden. In der Fastenzeit verwandelt sich die Dresdner Kathedrale Sanctissimae Trinitatis ganz besonders in einen Raum der Sammlung und der Stille. Wo gewöhnlich das barocke Hochaltarbild "Christi Himmelfahrt" von Anton Raphael Mengs die himmlische Sphäre öffnet, breitet sich nun das monumentale Fastentuch „Collective Heart“ der slowenischen Künstlerin Eva Petrič aus – ein leuchtendes Geflecht aus Stoff, Licht und Erinnerung. 

Das Tuch sucht die Form eines anatomischen Herzens, das im Rhythmus menschlicher Erfahrungen schlägt. Aus hunderten Spitzen, Häkelarbeiten und textilen Fragmenten zusammengenäht, trägt es Spuren von Leben, Glauben und Fürsorge in sich. Es verdeckt nicht nur, sondern offenbart zugleich: das Unsichtbare der Gemeinschaft, die uns im Leben und auch im Glauben verbindet.

Das Fastentuch wird in der Kathedrale Dresden in den Öffnungszeiten von 10:00 bis 18:00 Uhr (außer Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr) vom 18. Februar bis zum 3. April 2026 zu sehen sein. 

Begegnung mit der Künstlerin am Aschermittwoch

Am Aschermittwoch, 18. Februar, wird es um 19.30 Uhr im Haus der Kathedrale (Schloßstraße 24) eine Begegnung mit der Künstlerin Eva Petrič geben, die in einem Künstlergespräch Einblick in Ihre Werke geben wird.

Dompfarrer Norbert Büchner erläutert: „'Collective Heart' lädt dazu ein, das eigene Leben in dieses große Gewebe hineinzusehen – als Teil eines göttlichen Zusammenhangs, der aus Menschen aus aller Welt ein einziges Herz formt. In dieser Verdichtung von Erinnerung, Gebet und künstlerischer Geste wird das Fastentuch zum geistlichen Zeichen: eine Hülle der Entbehrung und zugleich eine Offenbarung des Glaubens, dass auch aus Fragmenten Ganzheit werden kann."

In seinem filigranen Netz aus Fäden und Knoten spiegelt sich das Geheimnis des Lebens – die Zerbrechlichkeit des Einzelnen und die Kraft, die aus gemeinsamer Hoffnung wächst. Die von Petrič gesammelten Stoffe erzählen vom Alltäglichen, vom verborgenen Tun vieler Hände. Sie machen sichtbar, was sonst im Schatten bleibt: die stille Würde des Schöpfens, die Geduld des Wartens, die Liebe, die im Kleinen wirkt.

Des Weiteren werden Werke zu sehen sein, die aus einer Dresdner Sammelaktion von Spitzen und Deckchen entstanden sind. Für die Spenden und die rege Anteilnahme sagen die Künstlerin und die Domgemeinde herzlichen Dank.

https://www.eva-petric-evacuate.com 

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