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Bistum Dresden Meissen
Kunterbunt - hier mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Saal der Propstei Leipzig. © Stefan Malik
03. April 2025

„Geht nicht, gibt’s nicht“

Ökumenischer Inspirationstag Kirche Kunterbunt am 29. März in Leipzig

Leipzig. „Frech, wild und wundervoll“ so beschreibt Astrid Lindgren ihre Pippi Langstrumpf. Seit Generationen ist das sommersprossige Mädchen mit den abstehenden Zöpfen ein (Vor-)Bild für Mut, Kreativität und Leidenschaft. Ihr Leben in der Villa Kunterbunt kennt die Spannung zwischen chaotisch und genial. Tatsächlich stand diese bunte Mischung Pate für das Format „Kirche Kunterbunt“ (KiKu), einem Ansatz aus der englischen Fresh X Bewegung. Ihr Herzstück ist es, Familien als Ganzes in den Blick zu nehmen, um ihnen, nah oder fern, einen ganzheitlichen Zugang zum Glauben zu eröffnen.

Am Samstag, den 29. März, lernten rund 70 haupt- und ehrenamtlich Engagierte im ökumenischen Miteinander aus Landeskirche und Bistum Dresden Meißen und darüber hinaus diesen Ansatz näher kennen. Sie tauchten in der Propstei Leipzig selbst in die Welt von „Kirche Kunterbunt“ ein. Vorbereitet wurde der Inspirationstag von einem ökumenischen Team, bestehend aus Birgit Stica, Claudia Leide (Abteilung Kinder-Familie-Jugend aus unserem Bistum) zusammen mit Roland Kutsche, Leiter der Initiative „Kirche-die-weiter-geht“.

Besondere Atmosphäre

Bevor in der „Feierzeit“ am Ende des Tages eine Teilnehmerin ihren Dank zum Ausdruck brachte: „Ich bin dankbar, dass ich heute erleben konnte: Kirche kann auch ganz anders sein und unerwartet überraschen“, konnte sie viele weitere Elemente erleben, die so typisch für Kirche Kunterbunt sind. Von einem „Willkommensteam“ persönlich und kreativ begrüßt und in einen liebevoll vorbereiteten Raum geleitet, war von Beginn an eine besondere Atmosphäre spürbar: Willkommenskultur und Gastfreundschaft werden hier großgeschrieben! Menschen und Familien (Kinder und ihre Bezugspersonen) werden in ihrer Vielfalt offen aufgenommen, bei kleinen Snacks und Getränken bleibt Zeit zum individuellen Rhythmus des Ankommens und zugleich zu Gesprächen mit anderen (Familien). So entsteht Gemeinschaft ungezwungen en passant, das war auch am Inspirationstag nicht anders.

Bei einer fokussiert-knackigen inhaltlichen Einführung wurde deutlich, dass gut 2/3 der Teilnehmenden hochinteressiert waren, ihre anfanghaften Kenntnisse zu Kirche Kunterbunt zu vertiefen. Und sie wollten praxisorientiert erfahren, wie sie selbst vor Ort aktiv werden können. Andere wiederum wollten über ihre bereits gemachten Erfahrungen in Austausch kommen: insbesondere die ökumenische Vernetzung gehört zu den Kennzeichen von Kirche Kunterbunt. In verschiedenen Workshops wurden weitere Kernelemente unter passgenauen Fragestellungen aufgegriffen: Klappt KiKu im ländlichen Raum? Wie eine KiKu starten? Was heißt Willkommenskultur? Wie kann KiKu den Sozialraum in den Blick nehmen? Gehen Erstkommunionvorbereitung und KiKu zusammen? Wie können Familien durch analoge Werbung gut erreicht werden? 

Hoffnungsvolle Stimmung

Diese „Kreativzeit“ (bei einer Kirche Kunterbunt live handelt es sich dabei um unterschiedliche, zum Thema des Tages passende, kreative Stationen, welche die Familie gemeinsam durchlaufen und die neben Sport, Spiel und Spaß immer auch religiöse Vertiefungen mit sich bringen, die zum Gespräch in der Familie führen) wurde am Inspirationstag in zwei Durchläufen intensiv genutzt. Die Stimmung wurde dabei zunehmend hoffnungsvoller. Denn die DNA von Kirche Kunterbunt, Familien heute neue Zugänge zum Glauben zu eröffnen, erschloss sich als attraktiver Weg. Die Begeisterung darüber war in der „Feierzeit“ zu spüren und zu hören. „Das war wirklich ein Tag voller Inspirationen“, bedankte sich ein weiterer Teilnehmer. Beruhigend zu wissen: „Geht nicht, gibt’s nicht“ unter der Wegbegleitung Gottes.

 

Der Ökumenischer Inspirationstag Kirche Kunterbunt wurde gemeinsam veranstaltet vom Bistum Dresden-Meißen und „Kirche-die-weiter-geht“ Initiative „Missionarische Aufbrüche“ der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen.

 

CL/BS

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