Musik an St. Martin mit Sartorius, Untch und Bach
am Sonntag, 10 . Mai 2026, um 17 Uhr in der Garnisonkirche in Dresden-Neustadt
Dresden. Musik an St. Martin in Dresden-Neustadt (Stauffenbergallee 9 g) 2026 beginnt mit Pauken und Trompeten, einer groß angelegten Kantate von Johann Sebastian Bach, dem Himmelfahrtsoratorium. Bach komponierte es für den Kantatenjahrgang des Kirchenjahres 1734/35. Am 19. Mai 1735 kommt es in Leipzig zur Uraufführng. Die Geschichte der Himmelfahrt Christi wird erzählt und mit reflektierenden Texten schon damals in Beziehung gebracht.
Dafür steht auch die Komposition von Klaus-Dieter Untch (*1969), Kirchenmusiker und Komponist aus Siebenbürgen, die als Uraufführung in St. Martin erklingt. Der komponierte Text von Jochen Schubert betrachtet den Himmelfahrtsbericht und überträgt das Geschehen zwischen Jesus und seinen Jüngern in die Erfahrung des Glaubens.
Ebenfalls aus Siebenbürgen stammt Johann Sartorius d. J. (1712-1787). Von ihm erklingt ein Osterdictum, „Grab und Felsen, öffnet euch“. Das Dictum gehörte zum Hauptgottesdienst in Siebenbürgen. Für die Mitfeiernden gehörte es besonders auf dem Land zum wichtigsten Teil zwischen Epistel- und Evangelienlesung. Im Aufbau meist im Wechsel zwischen Bibelvers und Kirchenliedstrophe, las der Kirchenbesucher die Bibelworte mit und hatte Zeit, darüber nachzusinnen. (nach G. Brandsch: Das Dictum)
Es musizieren:
- Johanna Kestler Sopran
- Marie Bieber Alt
- Fridolin Wissemann Tenor
- Hanns-Jürgen Ander-Donath Bass
- Ensemble Serenata Saxonia
- Blechbläserensemble Lutz Hildebrand
- Kantorei Frauenstein/Chor & Kammerchor an St. Martin
Leitung: Jochen Schubert