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Bistum Dresden Meissen
Ein neues Leitungsmodell erprobt die Pfarrei Schleiz für das Bistum Dresden-Meißen. © Hannah Busing/unsplash
17. März 2026

Pfarrbeauftragter, Steuerungsgruppe und moderierender Priester: Pfarrei Schleiz beginnt neues Leitungsmodell

Bischof führt Pfarreileitungsteam am 21. März mit feierlichem Gottesdienst ins Amt ein

Schleiz. Ein neues Leitungsmodell in seinen Pfarreien führt das Bistum Dresden-Meißen in den kommenden Jahren ein. Den Auftakt macht die katholische Pfarrei St. Paulus Schleiz. Bischof Heinrich Timmerevers wird am Sonnabend, 21. März, um 17 Uhr im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der Pfarrkirche St. Paulus (Am Gatterberg 3) ein neues Pfarreileitungsteam ins Amt einsetzen.

Als Pfarrbeauftragter übernimmt Benjamin Braun (44) künftig die Leitung der Pfarrei gemeinsam mit einer pfarrlichen Steuerungsgruppe. Der Zwickauer Dekan Gregor Giele begleitet den Pfarrbeauftragten als moderierender Priester und gewährleistet insbesondere den sakramentalen Dienst. In der Pfarrei wirken darüber hinaus weiterhin zwei Priester als pastorale Mitarbeiter mit. Seitens des Bistums werden die Steuerungsgruppe und die pastoralen Gremien von Schwester Petra Maria Brugger OSF unterstützt.

Mit dem Start dieses Leitungsmodells wird die Pfarrei Schleiz künftig nicht mehr von einem einzelnen Pfarrer der Gemeinde geleitet, sondern durch ein Team. Damit setzt die Pfarrei St. Paulus Schleiz als erste Pfarrei im Bistum Dresden-Meißen dieses neue Modell um.

Bischof Heinrich Timmerevers betont: „Darin sehe ich einerseits eine Antwort auf wachsende Anforderungen, weniger Priester und größere Strukturen. Andererseits liegt hier auch eine Chance, wenn Leitung künftig noch stärker im Team wahrgenommen wird.“

Das neue Modell stärkt insbesondere die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen. Die Steuerungsgruppe soll Prozesse initiieren, Kommunikation fördern und Strukturen weiterentwickeln, ohne dabei die Kompetenzen der bestehenden Gremien einzuschränken. Zugleich nimmt das Modell die zukünftige Entwicklung der Kirche in den Blick, in der ehrenamtliches Engagement eine noch größere Rolle spielen wird. Priester sollen dadurch mehr Zeit für Seelsorge und die geistliche Begleitung der Gemeinden haben. Auch hauptberufliche Mitarbeitende werden in diesem Modell stärker in pastorale Aufgaben eingebunden und nicht ausschließlich mit Verwaltungsaufgaben betraut. Verwaltung wird dabei bewusst auch unter geistlichen und kommunikativen Aspekten verstanden.

Der Gottesdienst am 21. März ist öffentlich. Die Gemeinden vor Ort sowie Gäste sind herzlich eingeladen, die Einführung des neuen Pfarreileitungsteams mitzufeiern.