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Bistum Dresden Meissen
Nimmt herzlich Abschied aus dem Bischöflichen Ordinariat: Claudia Leide. © Andreas Gäbler
03. Juli 2026

Temperamentvoll und ideenreich: Claudia Leide in den Ruhestand verabschiedet

am Freitag, 3. Juli, in Dresden

Dresden. Nach zwölf Jahren im Dienst des Bistums Dresden-Meißen ist Claudia Leide, Mitglied des Leitungsteams der Hauptabteilung Pastoral und Verkündigung, heute Vormittag, 3. Juli, in den Ruhestand verabschiedet worden – oder in einen neuen „Lebensfreiraum“, wie sie selbst betonte. An der fröhlich und lebhaft gestalteten Feierstunde im Saal des Bischöflichen Ordinariats nahmen neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauses auch zahlreiche Wegbegleiterinnen und -begleiter teil.

Bischof Heinrich Timmerevers dankte für das „Zeugnis“, das die Seelsorgeverantwortliche mit ihrem Dienst gegeben habe. Ihr Markenzeichen einer „gestalteten Mitte“ bei Zusammenkünften könne in ihrem Fall auch im übertragenen Sinn verstanden werden. So sei sie zum „Segen für viele Menschen“ geworden.

Vielfältige Wirkungsfelder

Als Stellvertretender Generalvikar blickte Ordinariatsrat Bertram Wolf auf die zahlreichen Wirkungsfelder Claudia Leides zurück. 2014 hatte sie ihren Dienst als Verantwortliche für die „Familienpastoral“ im Bischöflichen Ordinariat begonnen. In den weiteren Jahren hatte sie unter anderem mit ihrem „Herzensprojekt“, so Bertram Wolf, der Teilnahme des Bistums mit einem eigenen Stand auf den Hochzeitsmessen einen besonderen Akzent gesetzt. Er erinnerte an das besondere Engagement Claudia Leides gemeinsam mit Bischof Heinrich Timmerevers für die Umsetzung der Papstschreibens „Amoris Laetitia“ in den Pfarreien des Bistums, an die Feier der Ehejubiläen, an das Projekt Kirche Kunterbunt oder an den „Werkzeugkoffer für Gemeinden“, der während der Corona-Pandemie entstand.

An ihre Arbeit als Abteilungsleiterin des Bereichs Kinder-Familie-Jugend. An ihre Aufgabe bis 2023 als Ansprechpartnerin des Ordinariats für die Ehe-, Familien- und Lebensberatung des Bistums oder als Ansprechpartnerin für Queer-Sensible Pastoral. Zuletzt war Claudia Leide Teil des vierköpfigen Leitungsteams der Hauptabteilung Pastoral und Verkündigung und habe ihre Erfahrungen als „tragende Stimme“ auch auf Bundesebene in Gremien der Deutschen Bischofskonferenz eingebracht.

Nagellack und gute Gedanken als Abschiedsgeschenk

Die Kolleginnen und Kollegen der Hauptabteilung Pastoral und Verkündigung hatten eine lebhafte Abschiedsfeier gestaltet, bei der es neben zahlreichen Redebeiträgen mit Papierflieger-Basteln, Theater-Szenen, Klaviermusik (gespielt von Jakob Leide) oder einer PowerPoint-Karaoke auch viel Unterhaltung als Beleg für die Kreativität der Abteilung zu erleben gab. Besonders wurden dabei die charakteristischen Merkmale ihrer langjährigen Kollegin hervorgehoben, zu denen ihr Temperament, ihr Ideenreichtum, ihre Offenheit im Zugehen auf andere und ihr Engagement zählten, aber auch ihre schwäbische Mundart oder Merksätze wie "Wer will, findet Wege; wer nicht will, findet Gründe".

In ihrer Abschiedsrede dankte Claudia Leide für zwölf Jahre als „tolle Zeit mit Aufbrüchen, aber auch bitteren Beschneidungen durch den Strukturprozess.“ Als Symbol dafür, immer etwas Neues zu wagen, habe sie erstmals am Morgen Nagellack aufgelegt. Das Fläschchen gab sie neben Postkarten mit einem Text ihrer Grundüberzeugung augenzwinkernd als Anregung für das Bischöfliche Ordinariat, sich auch immer wieder auf Neues einzulassen.

Text: Michael Baudisch
Fotos: Andreas Gäbler/Michael Baudisch

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