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Bistum Dresden Meissen
04. März 2026

“Wovon unser Wohlstand lebt: Wertschöpfung und soziale Marktwirtschaft im Wandel”

Bautzener Reden am 6. März 2026 mit Stefan und Alexander Jakschik

Deutschland gehört seit Jahrzehnten zu den führenden Industrienationen der Welt – obwohl es kaum über eigene Rohstoffe verfügt. Grundlage dieses Erfolgs ist die industrielle Wertschöpfung. Was das heute bedeutet und warum dieses Fundament unter Druck geraten ist, darüber sprechen Stefan und Alexander Jakschik bei der nächsten Bautzener Rede am Freitag, 6. März 2026, um 19 Uhr im Dom St. Petri in Bautzen. Der Titel des Abends lautet: „Wovon unser Wohlstand lebt: Wertschöpfung und soziale Marktwirtschaft im Wandel“

Wer sind die Referenten?

Stefan und Alexander Jakschik sind Geschäftsführer der ULT AG mit Sitz in Löbau. Das Unternehmen wird bereits in zweiter Generation von der Familie geführt. 1994 gründete ihr Vater Dr. Christian Jakschik die Firma sprichwörtlich am heimischen Wohnzimmertisch. Im Sommer 2015 übernahmen die Brüder die Geschäftsführung, nachdem sie zuvor mehrere Jahre im Unternehmen tätig gewesen waren.

Heute gilt ULT als eines der führenden Industrieunternehmen der Region. Alexander Jakschik ist seit einem Jahr Vizepräsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), des größten Branchenverbandes der Industrie in Deutschland. In zahlreichen Medien wird er als „Stimme für den ostdeutschen Maschinenbau“ zitiert. Damit stehen die beiden Unternehmer nicht nur für unternehmerische Praxis, sondern auch für wirtschaftspolitische Erfahrung auf Bundesebene.

Worum geht es bei der Bautzener Rede?

Der Vortrag ist als Dialog zweier Perspektiven angelegt und richtet sich ausdrücklich an ein breites gesellschaftliches Publikum. Ziel ist es, wirtschaftliche Zusammenhänge verständlich zu erklären und ein gemeinsames Verständnis dafür zu schaffen, wovon Wohlstand, soziale Sicherheit und staatliche Handlungsfähigkeit abhängen.

Ausgehend von einem historischen Rückblick zeigen die Referenten, warum Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg wirtschaftlich erfolgreich war: Ingenieurskunst, industrielle Kompetenz, Leistungsbereitschaft und verlässliche politische Rahmenbedingungen schufen ein exportorientiertes Wirtschaftsmodell. Maschinenbau und Industrie wurden zu zentralen Trägern der Wertschöpfung. Aus ihr finanzierten sich Löhne, Investitionen, Steuereinnahmen und der Ausbau des Sozialstaats.

Anschließend richten die Brüder den Blick auf die Gegenwart. Veränderte Weltmärkte, neue Wettbewerber, geopolitische Spannungen, hohe Energiepreise, Bürokratie, Fachkräftemangel und demografischer Wandel verändern die Rahmenbedingungen grundlegend. Wertschöpfung verschwindet nicht – sie verlagert sich. Die Folgen betreffen Beschäftigung, Qualifikation und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die zentrale Frage des Abends lautet: Wie kann das Modell der sozialen Marktwirtschaft in einer sich wandelnden Welt langfristig gesichert werden?

Hintergrund: Die Bautzener Reden

Die Bautzener Reden werden seit November 2022 von der überparteilichen Initiative Bautzen gemeinsam in Kooperation mit dem Ökumenischen Domladen Bautzen e.V. organisiert. Weitere Informationen, eine Übersicht bisheriger Rednerinnen und Redner sowie zahlreiche Veranstaltungen als Podcast finden Sie unter: www.bautzen-gemeinsam.de

Der Dom St. Petri ist beheizt.

Veranstaltungsdaten

Datum: Freitag, 6. März 2026

Uhrzeit: 19 Uhr

(Bereits um 18 Uhr findet das allwöchentliche Friedensgebet statt.)

Ort: Dom St. Petri in Bautzen