"Es ist vollbracht" - Johannespassion von Johann Sebastian Bach mit den Dresdner Kapellknaben
am Sonnabend, 5. April, um 19.30 Uhr in der Kathedrale Dresden
Dresden. Die Johannespassion von Johann Sebstian Bach ist am Sonnabend, 5. April, um 19.30 Uhr in der diesjährigen Fastenzeit in der Kathedrale Dresden erneut zu erleben - gestaltet von den Dresdner Kapellknaben unter Leitung von Domkapellmeister Christian Bonath und gemeinsam mit Musikern der Sächsischen Staatskapelle.
Dann erklingt die Johannespassion allerdings in einer anderen Fassung, der von 1725. Johann Sebastian Bach hatte die Passion immer wieder verändert, Stücke hinzugefügt oder ausgetauscht. Welche Version die beste ist, darüber streiten selbst Bach-Experten. In allen Versionen hat Bach dem Chor eine zentrale Rolle zugedacht. "Die Johannespassion ist ein Gipfelwerk der Chormusik, ganz große Musik", erklärt Domkapellmeister und Chorleiter Christian Bonath. "Sie berührt, nimmt mit, lässt niemanden kalt." Wie im Vorjahr übernehmen dabei Knaben die Sopranarien, die weiteren Solisten sind Jan Jerlitschka (Altus), Klemens Mölkner (Tenor), Felix Rohleder und Willy Wagner (beide Bass).
Staunen darf man dieses Mal über den Eingangschor: „O Mensch bewein deine Sünde groß“, bevor dieser Satz in der Matthäuspassion zu Weltruhm gelangte, hat ihn Bach als alternativen Eingangschor für die Johannespassion komponiert. Ebenso beeindruckend der neue Schluss („Christe, du Lamm Gottes “) mit der finalen Bitte „gib uns deinen Frieden“.
Unstrittig ist zudem die Verbindung des Thomaskantors mit Dresden. Mit dem Kyrie und Gloria aus seiner großen Messe in h-Moll hatte sich Bach in Dresden als Hofkompositeur beworben – und das, kaum vorstellbar, vergeblich.
Werkeinführung
Eine Werkeinführung zum Konzert wird in Zusammenarbeit zwischen der Katholischen Akademie und dem Kapellknabeninstitut unmittelbar vor dem Konzert um 17.30 Uhr im Haus der Kathedrale (Schloßstr. 24) angeboten. Referent ist Prof. Christfried Brödel. Er war bis zu seiner Emeritierung Rektor und Professor für Chorleitung an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden und ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste und Vorsitzender der Neuen Bachgesellschaft.