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Bistum Dresden Meissen
Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich überreichte Gabriele Ziller das Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes in Gold. © Andreas Schuppert
28. März 2025

Pflegedirektorin Gabriele Ziller nach 35 Dienstjahren im St.-Marien-Krankenhaus Dresden in den Ruhestand verabschiedet

„Ich bin stolz, Teil dieses Teams gewesen zu sein.“

Dresden. Nach über 35 Jahren Dienst im St.-Marien-Krankenhaus Dresden, davon zehn Jahre als Pflegedirektorin, ist Gabriele Ziller am 27. März in den Ruhestand verabschiedet worden. Damit geht eine Ära in der Einrichtung zu Ende.

Viele Hände muss Gabriele Ziller an diesem Nachmittag schütteln, und manchmal fließt auch eine Träne. Kollegen, Freunde und Weggefährten sind gekommen, um sich zu verabschieden - zuerst mit einer Dankandacht, die von Pfarrer Ludger Kauder geleitet wird, dann mit einem Festakt.

Mit Pflegedirektorin Gabriele Ziller gehe eine Ära zu Ende, "einer unserer leitenden Lotsen geht von Bord", wie Verwaltungsdirektor Roland Zucker und seine Stellvertreterin Kerstin Maschoty in ihrer Würdigung zum Ausdruck bringen. Gabriele Ziller habe das Haus wesentlich geprägt und könne auf eine erstaunliche Karriere zurückblicken. Sie war maßgeblich am Aufbau der psychiatrischen Akutstation sowie der neurologischen Stationen beteiligt, die sie viele Jahre lang leitete.

Hohe Maßstäbe für die Zukunft gesetzt

"Wir sind stolz auf unsere gute Pflegequalität im Haus, was uns seitens der Patienten und der Kostenträger immer wieder gespiegelt wird", sagt Kerstin Maschoty. Das sei auch wesentlich Gabriele Ziller zu verdanken, und dies in Zeiten, in denen "der Gesundheitsbetrieb immer mehr unter Druck gerät". Sie hat viele Entwicklungen vorangetrieben: Das Qualitätsmanagement, die Supervision für Führungskräfte oder die Umsetzung des Pflegeleitbildes des Krankenhauses, um nur einige Beispiele zu nennen.

Besonders aber lagen ihr die Patienten und Mitarbeitenden am Herzen. Ob Jubiläen, Kinderweihnachtsfest, das Sommerfest für Patienten, Faschingsfeste bis hin zum Einrichtungsdesign der Stationen. Die Chefin hat sich um alle gekümmert, die ihr anvertraut waren. Dazu gehörten auch die Fortbildung des Pflegepersonals, um dessen fachliche und persönliche Entwicklung zu fördern, sowie die Stärkung der Teamarbeit. Sie habe hohe Maßstäbe auch für die Zukunft gesetzt, sagt Roland Zucker. Ihre Kolleginnen und Kollegen werde sie am meisten vermissen, verrät Gabriele Ziller. "Ich bin stolz darauf, Teil dieses Teams gewesen zu sein."

Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste

Für ihr jahreslanges Engagement und für ihre Verdienste erhält sie aus den Händen von Caritasdirektor Matthias Mitzscherlich das Ehrenzeichen des Deutschen Caritasverbandes in Gold. Mitzscherlich würdigt unter anderem das berufspolitische Engagement der Pflegedirektorin. Sowohl im Katholischen Pflegeverband als auch im Sächsischen Pflegerat habe sie die Anliegen der Pflege deutlich gemacht. "Ihre Haltung zum Pflegeberuf hat mich immer wieder sehr beeindruckt."

Nachfolgerin von Gabriele Ziller ist die Pflegewissenschaftlerin Ines Leschke, die zuvor am Klinikum in Chemnitz beschäftigt war. Sie verfügt über jahrelange Erfahrungen in der Psychiatrie und bekleidete Positionen in der Stations- sowie Pflegebereichsleitung. Ines Leschke freut sich auf ihre neue Aufgabe im St.-Marien-Krankenhaus. Sie habe sich lange Zeit gelassen für ihre Entscheidung, erzählt sie. "Aber ich habe ein offenes Haus vorgefunden, in dem ich mich sofort wohl gefühlt habe."

Am Ende tritt sogar die "Olsenbande" auf, die einen Koffer mit "Bestechungsgeldern" klaut, welche von den Mitarbeitenden des St.-Marien-Krankenhauses gesammelt wurden: Um die Pflegedirektorin zum Bleiben zu bewegen. Aber es hilft alles nichts. Bandenchef Egon muss wieder in den Knast. Und die Pflegedirektorin geht doch in den Ruhestand. Auch das kleine Theaterstück der Mitarbeitenden zeigte, wie verbunden sie mit Gabriele Ziller waren.

Andreas Schuppert/mit Bernadette Lemmer


Hintergrund:

Das St.-Marien-Krankenhaus Dresden ist ein Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie in Trägerschaft des Caritasverbandes für das Bistum Dresden-Meißen e.V. Es stehen 165 stationäre Betten und 57 tagesklinische Plätze für Patienten aus Dresden und dem Umland zur Verfügung. Eine psychiatrische Institutsambulanz gehört ebenfalls zum Krankenhaus.

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