Pilger aus dem Bistum Dresden-Meißen feiern Abschlussmesse in Arezzo
Dank und Hoffnung prägen Ende der Romwallfahrt zum Heiligen Jahr
Arezzo. Nach intensiven Tagen in Rom führte der erste Abschnitt der Heimreise die Pilgerinnen und Pilger des Bistums Dresden-Meißen am Freitag nach Arezzo in der Toskana – zu einem Ort mit besonderer Bedeutung für die Geschichte des Bistums.
Abschlussmesse in der Kathedrale von Arezzo
In der Kathedrale San Donato feierte die Pilgergemeinschaft gemeinsam mit Bischof Heinrich Timmerevers die Abschlussmesse der Romwallfahrt. Die Verbindung zwischen dem Bistum Dresden-Meißen und Arezzo reicht fast ein Jahrtausend zurück: Im Jahr 967 fand in Ravenna die Synode statt, auf der die Bistümer Meißen, Merseburg und Naumburg-Zeitz vorbereitet wurden. Damals war ein deutscher Bischof von Arezzo anwesend. Die Verehrung des heiligen Donatus, Bischof und Märtyrer, war in seiner Heimatstadt so groß, dass er dem neu gegründeten Bistum Meißen eine Reliquie des Heiligen schenkte. Seither ist Donatus Mitpatron des Bistums Dresden-Meißen.
In seiner Predigt blickte der Dresdner Pfarrer Laurenz Tammer auf die vielfältigen Eindrücke der Wallfahrt zurück. Bei aller Programmfülle und vielfältigen Erlebnissen, so sagte Pfarrer Tammer: "Die geisterfüllten Gottesdienste haben mich am meisten beeindruckt." Er ermutigte die Gläubigen, die Glaubenserfahrungen dieser Wallfahrt weiterzugeben, wohlwissend, dass Schilderungen der Pigerfahrt kaum die Intensität der Eindrücke wiedergeben könnten. "Das ist es, unser Leben soll die Frohe Botschaft verkünden", so Pfarrer Tammer. Er erinnerte an Papst Franziskus - an dessen Grab die Pilger in Rom verweilt hatten - und dankte ihm dafür, dass er zum Heiligen Jahr eingeladen hatte.
Der Tag stand ganz im Zeichen dieses Dankes: für die gemeinsame Zeit in Rom, für Begegnungen und Erfahrungen, und für den Glauben, der die Pilgerinnen und Pilger über die Woche hinweg verbunden hat. Auch Bischof Heinrich Timmerevers rief beim Verlöschen der Pilgerkerze dazu auf, das Licht der Hoffnung und des Glaubens im eigenen Herzen weiterbrennen zu lassen.
Weiterreise an den Gardasee
Nach der Eucharistiefeier setzten die Busse ihre Fahrt in Richtung Norden fort. Während der Fahrt wurde im Bus der Kreuzweg gebetet und der Tag mit einem Abendlob beschlossen. Am Abend erreichten die Gruppen ihr Ziel in der Region um den Gardasee, wo sie in verschiedenen Hotels übernachteten.
Am Samstag, 18. Oktober, steht die letzte Etappe der Wallfahrt an. Unter dem Leitwort „HOFFEN – Die Hoffnung bewahren“ machen sich die Pilgerinnen und Pilger nach dem Frühstück auf den Heimweg in Richtung Sachsen und Ostthüringen. Begleitet von Gebetszeiten, Momenten der Stille und einem geistlichen Rückblick auf die vergangenen Tage endet die Romwallfahrt voraussichtlich am Abend mit der Ankunft an den verschiedenen Heimatorten im Bistum Dresden-Meißen.
Insgesamt können die Teilnehmenden auf eine Woche zurückblicken, die geprägt war von Gemeinschaft, Glaubensvertiefung und spiritueller Erfahrung – eine Zeit des Beginnens, Hörens, Staunens, Redens, Dankens und Hoffens. Mit den Worten eines Pilgers lässt sich das Erlebte zusammenfassen: „Wir sind anders heimgekehrt, als wir aufgebrochen sind – dankbarer, stiller, verbundener, aber auch erfüllter. Diese Woche war ein Geschenk.“
Text/Fotos: Michael Baudisch