Ein Blick hinter die Kulissen der Bistumsverwaltung
Tag der offenen Tür im Propst-Beier-Haus mit Big-Band-Klängen, Begegnungen und kulinarischem Angebot
Dresden. Mit einem Festakt und dem Bischöflichen Segen hat heute Morgen, 19. Mai, der Tag der offenen Tür zur offiziellen Eröffnung des Propst-Beier-Hauses in Dresden begonnen. In der Verwaltungszentrale des Bistums Dresden-Meißen hat das Bischöfliche Ordinariat Dresden seinen Sitz. Rund ein Drittel des Hauses ist vermietet. Von 14 bis 17 Uhr steht das Bischöfliche Ordinariat heute zum Besuch offen.
Besucherinnen und Besucher haben die Gelegenheit, das vor wenigen Monaten eingeweihte Haus kennenzulernen, mit Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen und Einblicke in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche zu erhalten. Auch die Alojs-Andritzki-Kapelle des Gebäudes ist zur Besichtigung geöffnet.
Für ein abwechslungsreiches Programm ist gesorgt: Die Big Band des Peter-Breuer-Gymnasiums Zwickau sorgt für die musikalische Begleitung, während im Innenhof kulinarische Angebote zum Verweilen einladen.
Festakt zur Eröffnung
Im Festakt zur offiziellen Eröffnung des Hauses blickte Generalvikar Andreas Kutschke am Vormittag auf das Baugeschehen zurück und dankte allen Baubeteiligten für die geleistete Arbeit. 70 Baufirmen waren an dem Projekt beteiligt. Zugleich erinnerte er an die lebhaften Diskussionen um den Neubau, der sich jedoch als dringend erforderlich herausgestellt hatte und bei dem es gelungen war, trotz aller weltwirtschaftlichen Turbulenzen während der Bauphase den gesteckten Kostenrahmen von 48 Millionen Euro einzuhalten.
"Stand jetzt werden wir mit sehr hoher Sicherheit knapp unter 45 Millionen Euro bleiben - ein Umstand, für den ich sehr dankbar bin", so der Generalvikar. Augenzwinkernd gestand er seine Erleichterung ein, aller Wahrscheinlichkeit nach keinen weiteren Ordinariatsneubau gestalten zu müssen. Gemeinsam mit Bischof Heinrich Timmerevers dankte er den Gläubigen für alle Unterstützung bei der Errichtung des Gebäudes. Bischof Timmerevers betonte in seiner Ansprache, Verwaltungsgebäude fänden „nie Beifall“. Zugleich mahnte er, das Haus müsse sich als Dienstleister verstehen und mit seiner sichtbaren Kapelle als Signal an die Stadt zeigen, wofür das Ordinariat stehe.
Begegnung von Kirche und Stadt
Mehr als 40 Jahre hatten die rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze in Dresden-Blasewitz am Käthe-Kollwitz-Ufer 84 sowie in zwei Nachbargebäuden. Dieser Hauptsitz wies zuletzt erhöhten Sanierungs- und Modernisierungsbedarf auf. Der Neubau des Propst-Beier-Hauses in Dresdner Innenstadtlage wurde durch das Büro O+M Architekten geleitet. Architekt Carsten Otto nannte es in seinem Grußwort ein „Privileg für einen Architekten“, ein solches Projekt zu begleiten. Als bauliche Leitideen des Gebäudes hob er die Einpassung in die Stadt, das Weiterführen von Vorhandenem bei behutsamen Neuinterpretationen sowie die Gliederung des Baukörpers hervor. Als zentrale Elemente bezeichnete er zum einen den neugeschaffenen Platz vor dem Haus als „Ort des Ankommens“, zum anderen die Kapelle als „Herzstück“, „prägendes Element“ und „Eckstein“. Hier würden sich Stadt und Gebäude begegnen.
Musikalisch begleitet wird der Tag von der Big Band des Peter-Breuer-Gymnasiums Zwickau, einer Schule in Trägerschaft des Bistums. Mit dem Lied „Nun danket alle Gott“ begleitete sie die Segensfeier zur Eröffnung des Hauses und wird auch den weiteren Tag über die Gäste musikalisch erfreuen.
Text/Fotos: Michael Baudisch